Wichtiger Schritt für die Innenentwicklung: Konsensvereinbarung für drei Bau.Land.Partner-Projekte in Emsdetten unterzeichnet
Ehemaliger BBH: Chancen auf einem komplexen Innenstadtareal
Das Projektgebiet „Ehemaliger Baubetriebshof (BBH)“ befindet sich unmittelbar hinter dem Bahnhof. Der Entwicklungsbereich umfasst Flächen, die in der Vergangenheit unter anderem als Baubetriebshof, Tankstelle, Textilfabrik und Gaswerk genutzt wurden.
Durch den Umzug des städtischen Baubetriebshofes bietet sich nun die Möglichkeit, auch den letzten Entwicklungsabschnitt dieses zentralen Areals in Angriff zu nehmen. Wesentliches Ziel ist die Schaffung neuen Wohnraums. Besondere Herausforderungen stellen die historischen Altlasten auf der Fläche dar. Die Untersuchungen und Planungen zur Sanierung laufen bereits in Zusammenarbeit mit dem Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV) des Landes Nordrhein-Westfalen. Die endgültige Sanierungsplanung hängt jedoch eng mit dem künftig zu entwickelnden städtebaulichen Konzept zusammen.
„Am Buckhoff“: Schlüsselprojekt für ein attraktives Entrée zur Innenstadt
Der Entwicklungsbereich „Am Buckhoff“ befindet sich an einem der wichtigsten Zugangspunkte zur Emsdettener Innenstadt, wodurch er eine besondere städtebauliche Bedeutung hat. Für das Areal wurden bereits in den vergangenen Jahren verschiedene Entwicklungskonzepte erarbeitet, aufgrund veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen jedoch zunächst nicht weiterverfolgt.
Die zentrale Aufgabe des Bau.Land.Partner-Prozesses wird darin liegen, tragfähige Lösungen für die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu entwickeln.
Entwicklungspotenzial an der Eisenbahnstraße
Das rund 3,5 Hektar große Areal an der Eisenbahnstraße liegt in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und zur Innenstadt. Infolge eines Brandes ist ein Großteil des ehemaligen Textilfabrikgeländes ungenutzt. Besonders anspruchsvoll ist die Entwicklung aufgrund der unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse und zeitlichen Perspektiven der beteiligten Grundstückseigentümer. Vor diesem Hintergrund gilt es, eine tragfähige städtebauliche Lösung zu finden und den Eigentümern die Chance auf eine attraktive Nachentwicklung aufzuzeigen, die sowohl die angrenzende kleinteiligere Wohnbebauung berücksichtigt als auch eine der zentralen Lage angemessene Dichte ermöglicht.
Brachflächen als Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung
Die drei Entwicklungsbereiche zeigen beispielhaft, welches Potenzial in innerstädtischen Brach- und Konversionsflächen steckt. Durch die Aktivierung bereits genutzter Standorte können neue Wohn- und Nutzungsangebote geschaffen werden, ohne zusätzliche Freiflächen in Anspruch zu nehmen.
„Überall im Land begegnen uns Brachen und leerstehende Gebäude. Wir betrachten sie nicht als Problem, sondern als ‚nachwachsenden Rohstoff‘. Denn nichts ist nachhaltiger, als bereits ge- und bebauten Raum wieder einer Nutzung zuzuführen. Hier in Emsdetten gehen wir nun auch an den Start und werden in den kommenden Monaten Ortsbegehungen sowie Gespräche und Beteiligungsformate mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren durchführen. Gemeinsam sollen Ideen entwickelt und Zukunftsperspektiven für die Standorte aufgezeigt werden. Die entsprechenden Eigentümerinnen und Eigentümer werden gezielt von NRW.URBAN angeschrieben.“, erklärt NRW.URBAN-Geschäftsführer Henk Brockmeyer.
Mit der Initiative Bau.Land.Partner unterstützt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen Kommunen dabei, unter- und ungenutzte Flächen wieder zu aktivieren und neue Entwicklungsperspektiven zu schaffen.
Gemeinsamer Weg für die Stadtentwicklung
Mit der Unterzeichnung der Konsensvereinbarung bekennen sich die Stadt Emsdetten sowie NRW.URBAN zu einer engen Zusammenarbeit bei der Entwicklung der drei Standorte. In den kommenden Monaten werden die Potenziale der Flächen vertieft untersucht, Eigentümergespräche geführt und gemeinsam Perspektiven für die zukünftige Nutzung erarbeitet. Ziel ist es, neue Impulse für die Innenentwicklung zu setzen, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und zentrale Stadtbereiche nachhaltig aufzuwerten.
